Beruf & Pflege.

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Sprechen wir darüber!

Lange Zeit drehte sich das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausschließlich um die Kinderbetreuung. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege hingegen wurde weniger thematisiert. Wir möchten mithelfen, dies zu ändern.

„Nicht jeder hat Kinder, aber jeder hat Eltern.“

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt stark an. Dies ist kein Geheimnis. Es braucht keine Rechenkünste, um zu wissen, dass weit mehr Menschen mit dem Thema Vereinbarkeit Beruf und Pflege konfrontiert sind und in Zukunft sein werden, als mit dem Thema Kinderbetreuung. Glücklicherweise rückt das Thema Pflege weiter in unser Blickfeld. Doch wir haben noch ein ganzes Stück Weg vor uns.

Wir sprechen gerne über freudige Ereignisse wie die Geburt eines Kindes und lachen gemeinsam über lustige Anekdoten des Nachwuchses, von denen Eltern einen unerschöpflichen Vorrat auf Lager haben. Es ist einfach darüber zu reden. Das ist menschlich. Wir reden ungern darüber, dass wir wegen unseres an Alzheimer erkrankten Vaters kaum geschlafen haben, weil er nachts durch die Wohnung gewandert ist und das Haus verlassen wollte. Auch nicht darüber, dass uns alles über den Kopf wächst mit der Pflege der Schwiegermutter, den eigenen Kindern und dem Job. Wir trauen uns – gerade am Arbeitsplatz – nicht wirklich offen darüber zu sprechen, wie sehr uns die Doppelbelastung von Beruf, Pflege und teilweise auch Kindern zu schaffen macht und wir uns Entlastung und Hilfe wünschen.

Die Voraussetzung für eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist der gemeinsame Austausch darüber.

Fachkräfteinitiative „Kluge Köpfe bewegen”

Zusammen mit den Unternehmen und Beschäftigten im Rheinisch-Bergischen Kreis wollen wir das Thema Pflege raus aus der Tabuzone holen.

Wenn in Unternehmen Lösungen für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen geschaffen werden sollen, braucht es als Grundlage eine Unternehmenskultur, die erlaubt, offen über dieses Thema zu sprechen. Es braucht auch ein gegenseitiges Verständnis im täglichen Miteinander im Unternehmen. Es braucht Wissen in den Unternehmen um vorhandene Hilfsstrukturen in der Region und einen leichten Zugang zu diesen Strukturen.

Ein wichtiges Thema sichtbarer machen

Mit der Website Beruf und Pflege und unserem Projekt Betriebliche Pflegelotsen wollen wir genau dazu beitragen. Wir wollen das Thema Vereinbarkeit und Pflege in Unternehmen sichtbarer machen und Hilfsangebote für pflegende Angehörige aufzeigen. Wir sind überzeugt, wenn es uns allen gelingt, dass Beschäftigte das Thema Pflege bei ihrem Arbeitgeber offen ansprechen können, werden wir im Stande sein, Lösungen für Beschäftigte zu finden.

Informationen zu Pflege und Beruf

Die Website Beruf und Pflege richtet sich an alle Unternehmen sowie deren Beschäftigte im Rheinisch-Bergischen Kreis. Hier finden pflegende Angehörige Informationen und Links rund um das Thema Pflege, vor allem Informationen zum Unterstützungsangebot hier im Kreis sowie der umliegenden Region. Auch Hilfestellungen für Unternehmen auf dem Weg zu mehr Vereinbarkeit Beruf und Pflege haben wir für Sie zusammengestellt.

Der Betriebliche Pflegelotse

Mit unserem Projekt Betriebliche Pflegelotsen verfolgen wir das Ziel, im Unternehmensalltag die Frage „Wie vereinbare ich die notwendige Pflege Angehöriger mit meinem Beruf?“ nachhaltig zu lösen und gleichzeitig die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. 2017 sind wir mit der Pilotphase gestartet. Zehn Unternehmen mit insgesamt 15 Teilnehmern haben mitgemacht. 2019 wird das Projekt mit einem zweiten Durchlauf fortgeführt. Sie wollen mehr über unser Projekt Betriebliche Pflegelotsen erfahren? Sie haben Interesse mitzumachen? Sie möchten wissen, warum andere Unternehmen mitmachen? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Projekt und dazu wie, Unternehmen profitieren können.

Sie haben noch Fragen? Sprechen Sie uns gerne an. Frau Degiorgio (RBW) steht Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Telefon 02204 9763-21

Informationen zu den Themen Alzheimer und Demenz

Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e. V.

Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e. V. setzt sich für eine bessere Versorgung der rund 320.000 Menschen mit Demenz in NRW ein. Er versteht sich als Interessensvertretung der regionalen Alzheimer Gesellschaften, Alzheimer Angehörigen-Selbsthilfegruppen und -selbsthilfeinitiativen in NRW.

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Alzheimer Gesellschaft im Bergischen Land e.V.

Die Alzheimer Gesellschaft im Bergischen Land e.V. berät als gemeinnütziger Verein Menschen mit Demenzerkrankungen und deren Angehörige zu allen Fragen rund um das Thema „Demenz“. Die Mitarbeiter informieren, vermitteln Hilfen oder hören einfach nur zu. Darüber hinaus vermittelt die Alzheimer Gesellschaft geschulte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Menschen mit Demenz stundenweise zu Hause betreuen. Dies ermöglicht den Betroffenen, weiterhin aktiv zu sein, Kontakte zu pflegen und am Leben außerhalb der eigenen vier Wände teilzuhaben.
Der Verein bietet die Ausbildung zur Demenzbegleitung Basisqualifikation entsprechend § 45b Pflegeversicherung an, bei der die wichtigsten Kenntnisse und Fertigkeiten für eine einfühlsame und gelingende Begleitung demenzkranker Menschen vermittelt werden.

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Demenz-Servicezentrum Bergisches Land

Das Demenz-Servicezentrum Bergisches Land hilft von der Früherkennung bis zum fortgeschrittenen Stadium wohnortnahe Angebote für Menschen, die an Demenz erkrankt sind sowie für deren Angehörige und Betreuungspersonen zu finden. Das Servicezentrum erfasst, strukturiert und vernetzt alle Hilfe gebenden Angebote in der gesamten Region und ergreift Initiative beim Aufbau neuer Versorgungsstrukturen, um Informationen individuell an Ratsuchende weitergeben zu können.

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Wegweiser-Demenz

Auf dem Internetportal Wegweiser-Demenz bekommen Sie Informationen zur Krankheit und zu Unterstützungsangeboten.

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Demenz-Netzwerk Overath e. V.

Der Verein Demenz-Netzwerk Overath will die Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz im Stadtgebiet Overath und Umgebung verbessern. Um dieses Ziel zu verfolgen, ist neben der Aufklärung über die Erkrankung, die Vernetzung bestehender und Entwicklung neuer Angebote zentrales Anliegen des Vereins.

Auf der Website finden Sie eine Übersicht zu Angeboten in Overath sowie Informationen zu Veranstaltungen des Vereins.

Kontakt

Demenz-Netzwerk Overath e. V.
Federath 64
51491 Overath

Telefon 02206 81181
info@demenz-netzwerk-overath.de

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Weiterführende Informationen für pflegende Angehörige

KompetenzNetz in NRW

Das KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW: In Nordrhein-Westfalen können Pflegebedürftige und deren Angehörige auf verschiedenste Beratungs- und Hilfsangebote zurückgreifen. Meist fehlt jedoch ein brauchbarer Kompass, der einen an die richtige Anlaufstelle lotst. Der Pflegewegweiser NRW hilft Ratsuchenden, eine Beratung zu finden, die auf die persönliche Situation zugeschnitten ist.
Getragen wird KoNAP durch eine Landeskoordinierungsstelle NRW sowie fünf Regionalstellen in den fünf NRW-Regierungsbezirken.
Auf der Website können Sie in einer Datenbank nach Beratungsstellen, haushaltsnahen Dienstleistungen und Ansprechpartnern zur Pflegeselbsthilfe recherchieren. Neben der Online-Recherche können Sie auch direkt auf der gebührenfreien Nummer 0800 4040044 anrufen. Die Hotline ist montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr zu erreichen.

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Wege zur Pflege

Das Bundesfamilienministerium informiert auf seiner Seite Wege zur Pflege zur kurzzeitigen Arbeitsverhinderung (bis zu 10 Arbeitstage), der Pflegezeit (Freistellung bis zu 6 Monate) sowie der Familienpflegezeit (Freistellung bis zu 24 Monate) und finanzieller Unterstützungen.

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Lobby der älteren Menschen

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. ist die Lobby der älteren Menschen in Deutschland. Unter diesem Dach haben sich über 100 Verbände mit vielen Millionen älterer Menschen zusammengeschlossen. Die BAGSO vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Über die Website der BAGSO können Sie die Publikation „Entlastung für die Seele – Ein Ratgeber für pflegende Angehörige“kostenfrei beziehen.

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PUBLIKATIONEN

Checkliste Pflegedienst

Wer lange zu Hause leben möchte, kann sich durch einen ambulanten Pflegedienst im Alltag unterstützen lassen. Die Checkliste für die Pflegedienstauswahl auf der Website „Weisse Liste“ hilft, einen Pflegedienst zu finden, der am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

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Verein „wir pflegen”

Der gemeinnützige Verein „wir pflegen” steht für die Interessen und Rechte pflegender Angehöriger auf Bundes-, Länder- und Regionalebene ein und führt unterschiedliche Organisationen und Initiativen zusammen. Zu den Zielen des Vereins gehört unter anderem, bestehenden lokalen und regionalen Initiativen mehr politisches Gewicht zu verleihen, pflegenden und begleitenden Angehörigen zu mehr Wertschätzung und Mitspracherecht zu verhelfen sowie vorhandene Angebote bekannter zu machen.

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Gesundheitsschutz für pflegende Angehörige

Das Portal der Unfallkasse NRW hat die Gesunderhaltung pflegender Angehöriger im Blick, denn pflegende Angehörige sind im Rahmen ihrer Pflegetätigkeit automatisch durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Auf der Seite finden Sie zum Beispiel Videos mit Ausgleichs- und Achtsamkeitsübungen sowie viele wichtige Infos und praktische Hinweise, wenn es darum geht, als pflegender Angehöriger gesund zu bleiben. Daneben gibt es Hilfen rund um die Pflege zu Hause, wie Tagespläne, Checklisten und andere Mustervorlagen. Auch Informationen zu Pflegeangeboten aus vielen Kommunen in NRW finden Sie dort.

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Zinsloses Darlehen für die Familienpflegezeit

Wer eine Freistellung nutzt, hat die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen über das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) in Anspruch zu nehmen. Dies soll den Lohnverlust während der Freistellung im Rahmen der Pflegezeit bzw. Familienpflegezeit mindern. Das Darlehen wird in monatlichen Raten ausgezahlt. Es wird direkt beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragt. Nach Ende der Freistellung müssen Sie es ebenfalls in Raten wieder zurückzahlen. Es gibt auch eine Härtefallregelung. Das BAFzA kann auf Antrag die Fälligkeit der Rückzahlung hinausschieben, um eine besondere Härte für die Beschäftigten zu vermeiden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit eines teilweisen Darlehenserlasses oder eines Erlöschens der Darlehensschuld.

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Verbraucherzentrale NRW

Die Verbraucherzentrale NRW zeigt auf, welche Rechte Patienten oder Pflegebedürftige haben. Informieren können Sie sich hier zu den Themen Gesundheit und Pflege. Ebenso gibt es eine eigene Themenseite für pflegende Angehörige.

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Hospiz-/Palliativversorgung

Aktuelle Adressen zu über 3.000 bundesweiten Angeboten und Einrichtungen finden Sie im Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland.

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Pflegelotse des vdek

Der „Pflegelotse” des vdek (Verband der Ersatzkassen e. V.)  ist eine einfach zu bedienende Suchmaschine im Internet. Die Website gibt einen bundesweiten Überblick über Pflegeheime und deren Größe, Kosten, besondere Versorgungsformen sowie Lage und Anschriften. Auch über die Qualität der einzelnen Einrichtungen informiert die Website Pflegelotse. Sie haben die Möglichkeit, verschiedene Pflegeeinrichtungen miteinander zu vergleichen.

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Ratgeber Qualität in der Pflege

Das Zentrum für Qualität in der Pflege ist ein Wissensinstitut für die Pflege. Als gemeinnützige Stiftung stellen sie ihre Arbeitsergebnisse allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. Sie finden auf der Website verschiedenste Ratgeber.

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Pflegebegutachtung des Medizinischen Dienstes

Um zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Pflegebedürftigkeit vorliegen, beauftragt die Pflegekasse den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Auf den Seiten des Medizinischen Dienstes Nordrhein finden Sie Informationen zu Pflegegraden, zum Ablauf der Pflegebegutachtung sowie Infomaterial in verschiedenen Sprachen.

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Portal Pflegen und Leben

Pflegen-und-Leben ist ein Internetportal für pflegende Angehörige, aber auch für Freunde und Nachbarn, die pflegebedürftige Menschen im häuslichen Umfeld versorgen. Alle pflegenden Angehörigen, die gesetzlich krankenversichert sind, finden dort persönliche Unterstützung und psychologische Begleitung bei seelischer Belastung durch den Pflegealltag. Die Beratung findet entweder als Online-Beratung oder im Video-Chat statt. Das Angebot ist kostenfrei und wird von speziell ausgebildeten Psychologinnen durchgeführt, die alle zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Die Beratung wird in Kooperation mit verschiedenen Krankenkassen angeboten.

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